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Mit diesen 5 Methoden wird dein Kind seine Behandlung lieben

Mit diesen 5 Methoden wird dein Kind seine Behandlung lieben

Vielleicht war deine Erfahrung als Kind beim Zahnarzt nicht ideal? Oder du hattest schon mal eine Kontrolluntersuchung mit deinem Schatz, bei der es den Mund nicht aufmachen wollte? Jetzt frägst du dich natürlich zurecht, was für Tricks Kinderzahnärzte verwenden, damit die Kleinen mitmachen. In diesem Artikel erkläre ich die besten Methoden der Verhaltensführung, damit dein Kind immer wieder gerne zum Zahnarzt geht.

1. Vertrauensverhältnis

Das Wichtigste für eine Behandlung, bei der uns dein Kind vertraut, ist ein guter Bezug. Natürlich ist die Bindung zur Mutter oder zum Vater immer am stärksten. Deswegen bist du uns eine große Hilfe, wenn du dich erstmal im Hintergrund hältst. Ich versuche immer ein Thema zu finden, für das sich dein Kind interessiert. Kleinere Kinder bekommen ein Kompliment für ihre Schuhe, ihre Kleidung, ihre Haarspangen oder ihre lackierten Fingernägel. Danach werde ich meistens schon mit strahlenden Kinderaugen angeschaut und anfängliches Misstrauen weicht oft der Neugier. Ältere Kinder frage ich gerne nach ihrem heutigen Tag, ob sie in der Schule waren, welche Fächer sie hatten oder was sie in den Ferien vorhaben.

2. Körperkontakt

Gleich von Anfang an lege ich viel Wert auf Körperkontakt. Dies signalisiert den Kindern Geborgenheit und Halt. Wie du sicher schon bemerkt hast, gibt es spezielle Punkte, bei deren Berührung dein Kind sehr gut entspannen kann, z.B. an der Schläfe oder an der Stirn. Gemeinsam mit der Helferin versuchen wir immer eine Hand beim Kind zu lassen, damit es sich nie verlassen vorkommt auf unserem Stuhl. Wenn dein Kind noch sehr klein ist und du mit auf dem Stuhl liegst, kannst du dieses Gefühl der Geborgenheit verstärken, indem du ihm beide Hände auf den Bauch legst und ganz ruhig atmest.

3. Alles im Griff

Damit dein Kind von Anfang an die Kontrolle behält, lassen wir es selber den Knopf drücken, um den Stuhl nach hinten zu fahren, oder unsere Lampe anzumachen. Zudem erklären wir ihm, dass es immer die Hand heben kann, wenn es eine Pause braucht.

4. Tell-Show-Do

Kinder sind sehr empfindlich auf Reize. Vor allem der Geschmacks- und Geruchssinn sind noch viel stärker ausgebildet als bei Erwachsenen. Daher weinen Kinder manchmal, wenn etwas komisch schmeckt. Da Berührungen so wichtig sind für Kinder, sind sie sehr empfindlich, wenn etwas drückt. Deshalb ist eins unserer wichtigsten Tools das sogenannte „Tell-Show-Do“. Alle Kinder dürfen bei mir erstmal bei einem Stofftier die Zähne zählen und den Spiegel in die Hand nehmen.

Wenn eine Behandlung ansteht, stelle ich deinem Kind alle Hilfsmittel vor, die ich brauche, um die Kariesmännchen aus den Zähnen zu holen. Ich zeige ihm am Fingernagel, wie es später am Zahn kitzelt oder lasse sie am Zahnkleber riechen. Jeder Kinderzahnarzt hat hier seine eigene Sprache, aber ganz wichtig ist, dass es nur positive Begriffe sind.

Die Wörter „bohren“, „Spritze“, „tut nicht weh“ und „ist nicht so schlimm“ kommen bei uns überhaupt nicht vor und es ist essentiell, dass auch du dich daran hältst. Wenn wir Kindern, auch in positiver Absicht, erklären dass die Behandlung „nicht schlimm“ sein wird, hören Kinder nur SCHLIMM und fürchten sich vor der Behandlung. Dies ist kontraproduktiv, da eigentlich alle Kinder, die davor keine negative Prägung über den Zahnarzt gelernt haben, sich mit diesen Verhaltensführungsmethoden super behandeln lassen.

5. Ablenkung

Hast du schon mal bemerkt, wie dein Kind vor dem Fernseher sitzt und alles um sich herum vergisst und nur noch gebannt seinen Film schaut? Diese sogenannten Trancephänomene machen wir uns zu eigen, indem wir die Aufmerksamkeit deiner Kindes vom Geschehen im Mund auf etwas Anderes lenken. Machen Kinder sind sehr empfänglich für Bilder, dann ist ein Fernseher zur Ablenkung ideal. Einige Kinder hören lieber zu, wenn wir ihnen tolle Geschichten über ihre Kariesmännchen erzählen und wieder andere Kinder kann man mit kleinen Aufgaben gut ablenken. Dabei können sie je nach Alter entweder etwas halten, Matheaufgaben lösen etc. Eltern können die Aufmerksamkeit der Kinder am Leichtesten auf sich ziehen, was meistens diesen Zustand der Ablenkung unterbricht. Daher bitte wir dich, dich während der Behandlung im Hintergrund zu halten, damit sich dein Kind auf uns konzentrieren und wir seine Zähne perfekt versorgen können.

Natürlich setzten dieses Methoden der Verhaltensführung voraus, dass dein Kind uns vertraut und noch keine schlechten Erfahrungen gemacht hat. Außerdem muss es dafür schon ein Alter erreicht haben, in dem es uns verstehen kann.

Bei sehr kleinen Kinder ist es aufgrund des Entwicklungsstandes noch gar nicht möglich genügend Aufmerksamkeit für die Behandlung zu erzeugen, wir nennen dieses Alter daher prä-kooperativ. Bitte sei nicht enttäuscht, wenn dein Kind nicht sofort den Mund aufmacht. Manchmal braucht es auch mehrere Versuche. Mein Ziel ist immer, dass dein Kind sein Leben lang angstfrei und gerne zum Zahnarzt geht und nur du kannst uns helfen, diesen Plan zu verwirklichen. 



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